Mittwoch, 4. Januar 2012

eBooks über Amazon KDP und die Umsatzsteuer

Diese Beitrag dient hoffentlich als Anleitung für umsatzsteuerpflichtige deutsche Verleger und Autoren, die über Amazon KDP ihre eBooks selbst anbieten.
Eine Gewähr, dass alle Angaben zu 100% korrekt sind, übernehme ich nicht. Im Zweifelsfall bitte selbst nachfragen.
Ich habe ihn so gegliedert, dass man die Punkte genau in der Reihenfolge abarbeiten kann wie sie anfallen.


1. eBooks über KDP anbieten
2. Die Umsatzsteuer-Voranmeldung
3. Die Zusammenfassende Meldung
4. Eine Rechnung an Amazon schicken

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1. eBooks über KDP anbieten
Über KDP (kindle direct publishing) hat jeder Verleger und Autor die Möglichkeit, seine eBooks selbst bei Amazon anzubieten und direkt mit Amazon abzurechnen, ohne den Umweg über Aggregatoren wie ciando oder Bookwire zu gehen. Das bedeutet deutlich höhere Nettoeinnahmen, gleichzeitig kann man jederzeit selbst Änderungen oder Aktualisierungen vornehmen.

Das bedeutet aber auch, dass man selbst dafür verantwortlich ist, dass alle Angaben (und eben die Preise) korrekt sind.
Amazon Deutschland hat seinen Sitz in Luxemburg (Amazon EU S.a.r.l., 5 Rue Plaetis, 2338 Luxemburg). Somit fällt für eBooks, die über KDP angeboten werden, der luxemburgische Mehrwertsteuersatz an, nicht der deutsche! Dieser beträgt seit dem 1. Januar 2012 niedrige 3% (im Vergleich zu 19% in Deutschland).
In KDP gibt man bei den Preisen stets den Nettopreis an. Amazon rechnet dann die Mehrwertsteuer dazu.

Hier eine kleine Liste von 99 Cent bis 9,99 Euro*/**:
(Endverkaufspreis > Preis im KDP)

0,99 > 0,96
1,99 > 1,93
2,99 > 2,90
3,99 > 3,87
4,99 > 4,84
5,99 > 5,82

6,99 > 6,79
7,99 > 7,76
8,99 > 8,69
9,99 > 9,70


Wer sich einen anderen Preis ausrechnen will:
Endverkaufspreis geteilt durch 103 mal 100, ab- oder aufgerundet auf zwei Stellen hinter dem Komma. 

* Die ,99 bieten sich an, da Apple zwingend Preise mit ,99- oder ,49-Endung vorgibt, und wer seine eBooks auch bei Apple iBooks anbieten will, ist durch die deutsche Buchpreisbindung verpflichtet, überall denselben Preis anzugeben (die Debatte, ob unterschiedliche Dateiformate nicht auch unterschiedliche Preise erlauben, führe ich ein andermal). 

** Ein Preis über 9,99 ist nicht zu empfehlen, da Amazon darüber nur 35% auszahlt (statt 70% bei Preisen von 2,99 bis 9,99). Wer also ein eBook für 15,99 anbietet, verdient unter dem Strich inetwa genauso viel als wenn er es für 7,99 anbietet. Zudem werden durch den hohen Preis weniger Leser zugreifen. 

Amazon stellt 15 Tage nach Monatsabschluss eine Liste im CSV-Fomat online bereit, in der man am unteren Ende gleich ersehen kann, welchen Betrag Amazon weitere 45 Tage später auszahlt. Verkäufe im Januar werden also üblicherweise Ende März ausgezahlt.


2. Die Umsatzsteuer-Voranmeldung
Der Betrag, den Amazon überweist, ist für deutsche Verleger und Autoren ein Nettobetrag! Es wird keinerlei Umsatzsteuer ausgewiesen und es fällt auch keine beim deutschen Finanzamt an!
Diese Einnahmen von Amazon müssen bei der Umsatzsteuer-Voranmeldung nun trotzdem korrekt aufgeführt werden. Und hier gibt es bereits die ersten Ungereimtheiten.

Das Finanzamt Berlin-Schöneberg geht davon aus, dass die Einnahmen in Zeile 24 / Feld 48 angegeben werden sollen (Umsätze nach § 4 Nr. 8 bis 28 UStG).
Das Finanzamt Berlin-Charlottenburg geht davon aus, dass diese Einnahmen in Zeile 41 / Feld 21 angegeben werden sollen ( Nicht steuerbare sonstige Leistungen gem. § 18 Satz 1 Nr. 2 UStG).
Das klingt für mich plausibler, es liegt mir auch schriflich vor, also halte ich mich daran. Weitere Vorschläge werden von Ihrem zuständigen Finanzamt aber gerne entgegengenommen ...

3. Die Zusammenfassende Meldung
Unabhängig davon, ob man die Einnahmen in Zeile 24 oder 41 einträgt, wird die Voranmeldung aufgrund des Eintrags vom Finanzamt automatisch an das Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) weiter geleitet.
Dieses erwartet daraufhin unaufgefordert vom Verleger bzw. Autor eine so genannte Zusammenfassende Meldung. Üblicherweise bis zum 25. des Folgemonats nach einem Quartal. Für Q4 2011 sollte die Zusammenfassende Melung also bis spätestens 25. Januar abgegeben werden.

Diese Meldung wird online eingereicht.
Man findet sie auf der Seite des BZSt im rechten Menü unter "Zusammenfassende Meldung - elektronische Abgabe über den Formularserver".
Um eine Zusammenfassende Meldung abgeben zu können, benötigt man eine Teilnehmernummer. Der Hinweis, wie man diese erhält, ist direkt im Formular verlinkt. Per Fax geht's am schnellsten, da war sie sogar über Weihnachten eine Woche später per Post da.
Das Formular ist mit seinen zwei Seiten sehr übersichtlich und sollte selbsterklärend sein. Spannend wird es auf der zweiten Seite, wenn man die luxemburgische(!) USt-ID von Amazon angeben muss. Denn diese lässt sich bei Amazon im Impressum nicht finden ...

Sie lautet LU 20260743.

Sie lässt sich auf Amazon PartnerNet (der Plattform für die Werbeanzeigen) finden, versteckt im Hilfstext, der auch den nächsten Punkt etwas erläutert. Warum sie nicht einfach im Impressum der Hauptseite steht? Gute Frage, nächste Frage ...

Ich habe die Einnahmen für das betreffende Quartal in einer Zeile zusammengezählt. Das BZST wird sich schon melden, falls es pro Monat eine Zeile möchte. Dann wird sie eben korrigiert noch einmal eingereicht. Die Meldung wird über das zweite Icon von links im Menü (ein geöffneter Ordner) oben abgeschickt. Das war's auch schon.

4. Eine Rechnung an Amazon schicken
"Warum eine Rechnung an Amazon schicken? Ich habe mein Geld doch schon."
Das ist schon richtig, aber in der Art und Weise wie es Amazon macht, ist es nicht "finanzamttauglich". Denn spätestens bei der nächsten Steuererklärung will das Finanzamt einen gültigen(!) Beleg sehen, dass tatsächlich ein innergemeinschaftlicher Handel stattgefunden hat, für den man als Verleger bzw. Autor auch keine Umsatzsteuern (nach)entrichten muss. Und dieser Beleg muss bestimmte formale Vorgaben erfüllen, denen Amazon nicht nachkommt.

Es muss eine Rechnung vorliegen, auf der die Umsatzsteuer-ID beider Handelspartner aufgeführt ist. (Kurzer Einschub: Wer über KDP eBooks verkauft und umsatzsteuerpflichtig ist, muss eine USt-ID beim zuständigen Finanzamt beantragen!).
Da Amazon selbst aber keine Abrechnung zusendet, die dieser Form gerecht wird, bleibt einem nichts anderes übrig, als formal eine Rechnung an Amazon zu schicken. Diese Rechnung wird auf dem Postweg an

Amazon EU Sarl
5 Rue Plaetis
L-2338 Luxembourg
Luxemburg

adressiert, zusätzlich kommt eine Kopie in die eigenen Unterlagen. Aus der Rechnung muss die eigene USt-ID deutlich hervorgehen sowie die von Amazon (wir erinnern uns: LU20260743).
Dann listet man am besten die monatlichen Einnahmen einzeln auf. Die Umsatzsteuer wird ja gemeinhin getrennt ausgewiesen. Hier schreibt man nun eine "0" und setzt am besten ein * dahinter, das man gleich erläutert.

Darunter setzt man nun folgenden Satz:
* Gemäß dem Reverse-Charge-Verfahren bzw. gemäß Artikel 21.1(b) der 6. EU-Richtlinie ist der Empfänger dieser Dienste verpflichtet, Mehrwertsteuer für diesen Dienst zu zahlen.

Dieser Satz macht dem eigenen Finanzamt deutlich, dass man nicht selbst, sondern Amazon die Umsatzsteuer (in Luxemburg) abführt. Rechnungsnummer vergeben, unterschreiben, ab in die Post. Amazon ist die Rechnung egal, sie ist alleine für das zuständige Finanzamt vorgesehen!

Nachtrag (09.01.2012): Auf eine Anfrage bei Amazon hin hat der Support dieser Vorgehensweise zumindest nicht widersprochen.  XD

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So, dies deckt (hoffentlich) soweit alle offenen Punkte ab. Es ist schon sehr bedauerlich, dass Amazon  offenbar keinerlei Notwendigkeit sieht, seine KDP-Kunden bei dieser sensiblen Materie durch entsprechende Hilfstexte zu unterstützen.
Anmerkungen gerne, Rückfragen bitte an meine kostenpflichtige (und völlig überteuerte) Service-Nummer richten ...

Sollte sich etwas Neues ergeben, trage ich es hier selbstverständlich nach.

Kommentare:

  1. Eine kleine, aber wichtige Anmerkung: Rechnungen müssen NICHT unterschrieben werden. Im Gegenteil: Man sollte es sogar tunlichst unterlassen, denn der Rechnungsempfänger könnte u.U. über der Unterschrift eine gefälschte Empfangsbestätigung für niemals gezahlte Beträge platzieren. Vor Gericht hätte man einen sehr schweren Stand, das Gegenteil zu beweisen.

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  2. Das stimmt natürlich. Also, da Rechnungen nicht unterschrieben werden müssen, sollte man es auch nicht.

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  3. Es gibt von amazon auch noch Vorgaben bezüglich der Dateigrößenabhängigen Preisgestaltung https://kdp.amazon.com/self-publishing/help?topicId=A301WJ6XCJ8KW0. Auch verlangt amazon ab gewissen Dateigrößen sogenannte "Versandkosten" für eBooks. Auch das muss man in die Preisgestaltung mit einrechnen.

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  4. Diese Regelung gilt ausschließlich für eBooks, die die 70%-Auszahlung beanspruchen. Es sind ein paar Cent, stimmt, und es schlägt mit etwa 5% (gaaanz grob geschätzt) zu Buche.

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  5. Hallo Thomas,
    vielen Dank für deinen sehr hilfreichen Artikel. Ich selbst bin umsatzsteuerpflichtig und als kdp-Autor davon betroffen.
    Werde deine Lösung mit dem Rechnung stellen auch für mich übernehmen.
    Frage: Muss man die Rechnung an Amazon wirklich abschicken? Denen ist es doch egal, wie du schreibst. Also müsste es doch reichen, wenn ich die Rechnung für mich erstelle und abhefte und dann am Ende des Jahres mit zum Steuerberater gebe.
    Noch eine Bitte: Wäre es möglich, dass du so eine Rechnung als Beispiel uploadest? Kannst ja deine persönlichen Daten schwärzen.
    Danke noch mal für den Beitrag.

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  6. Ja, die Frage habe ich mir auch schon gestellt. Man kann sie ja als PDF per Mail hinposten. Wirklich notwenidg ist sie für das deutsche Finanzamt.

    Einkommensteuererklärung steht noch aus (hüstel), ich sehe mal, dass ich die Rechnung danach hier irgendwie hochlade.

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  7. Vielen Dank für diese brauchbare Hilfe! Meine Steuerberaterin hat sich schon vorab verschluckt!

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  8. Hallo,

    kurze Frage. Ich will "nebenher" ebooks verkaufen. Bin also nicht selbstständig oder ähnliches. Ich habe gelesen, sofern man unter der Grenze für Kleinunternehmen bleibt, also weniger als Betrag X verdient, muss man keine USt-ID beantragen, und es reicht aus die Einnahmen in der Lohnsteuererklärung auszuweißen(Sofern es welche gibt). Stimmt das soweit? Oder ist das ein Trugschluss?

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  9. Eigentlich gilt: wer keine Umsatzsteuer (in Deutschland) zahlt oder berechnet, braucht auch keine USt-ID (für den EU-Binnenmarkt).
    Es kann aber nie schaden, beim zuständigen Finanzamt oder besser gleich beim Bundeszentralamt für Steuern nachzufragen.

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  10. Wie sieht die Situation eigentlich bei Einnahmen aus CreateSpace-Verkäufen aus?
    Die Rechnungen an die deutschen Kunden enthalten 7% Mwst, ausgestellt von Amazon.de, mit folgendem Impressum:

    Amazon EU S.a.r.L, 5 Rue Plaetis, L-2338, Luxembourg,
    und Achtung, jetzt kommt's:
    USt-ID: DE81484193 !

    D.h. Amazon Deutschland in Luxemburg hat plötzlich eine deutsche Umsatzsteuer-ID!

    Meine Honorar-Abrechnungen für verkaufte CreateSpace-Bücher sind genauso "netto" wie bei den E-Books.
    Ist das also auch noch ein Fall für das Reverse-Charge-Verfahren? Oder muss ich aus meinem Honorar 7% Umsatzsteuer rausziehen und abführen?

    Liebe Grüße,
    Barbara Krauß

    (Entschuldigung fürs "Anonym"-Posten, aber es hat kein Profil gepasst.

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  11. Guter Hinweis, danke! Da muss ich mich selbst mal schlau machen. Ich bin mit meinem ersten CS-Taschenbuch ja genauso betroffen.

    Die Rechnung für die Privatkunden kann für uns als Anbieter erst mal egal sein. Wichtig ist, was wir als Abrechnung erhalten. Und dafür müsste es unerheblich sein, ob Amazon uns Geld für eBooks oder Taschenbücher überweist.

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  12. Das Finanzministerium hat sich wieder etwas Neues einfallen lassen:
    Von der Seite des Formularservers des BMF:
    "Wichige Information:
    Der 'Freie Zugang' (Formularserver der Bundesfinanzverwaltung) des BZSt steht ab dem 01.01.2013 für die Abgabe der ZM nicht mehr zur Verfügung.
    Bis zum 31.12.2012 kann die elektronische Übermittlung der ZM über den 'Freien Zugang' nur noch von bereits dazu berechtigten Unternehmen durchgeführt werden.
    Die für die Übermittlung erforderliche Teilnehmernummer wird nicht mehr vergeben.

    Informieren Sie sich bitte über die Möglichkeiten der elektronischen Übermittlung der ZM unter Elektronische Abgabe."

    Also: wer noch keine Teilnehmernummer hat, kann der Erklärungen nur noch in Papierform abgeben. Ab 01.01.2013 mit Zertifikat über ErsterOnline.

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  13. Ja, den Hinweis habe ich auch bei der letzten Abgabe gesehen. Das sehe ich mir Anfang Januar noch mal genauer an, wenn man dann sehen kann (oder auch nicht) wie es auf der Seite umgesetzt wurde.

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  14. Danke, genau diese Informationen habe ich dringend gesucht!!! Gleich mal den Blog bookmarken ;O) Lob!

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  15. Hallo Thomas,

    tausend Dank für deine Ausführungen, ohne die wäre ich total aufgeschmissen! Denn über Umsatzsteuer und kdp findet man sonst nirgendwo etwas. Probleme bereitet mir jetzt noch CreateSpace. Das Unternehmen sitzt in Amerika, da gelten die europäischen Vereinbarungen nicht. Aber was gilt dann? Ich kann leider nichts darüber im Internet finden. Eine Anfrage bei CreateSpace hat mich auch nicht weitergebracht. Die haben keine Ahnung, was ich von ihnen will :-) Gerade sieht es für mich so aus, dass ich wohl 7% von meinem Tantiemen abziehen muss und in meiner Umsatzsteueranmeldung angeben muss ...

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  16. Danke, dass du mich darauf bringt. Ich gestehe ein, da muss ich mich erst einarbeiten. Ich habe selbst ein Taschenbuch über CS veröffentlicht.
    Ausgezahlt wird in Euro. Ich mache mich mal schlau, ob oder wie es irgendeine Form der Rechnung gibt.

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    1. Hallo Thomas,

      den Fall hatten wir ja im Oktober schon (weiter oben). Da Amazon bei CreateSpace-Buchbestellungen von deutschen Kunden mit seiner deutschen Umsatzsteuer-ID auftritt, ist das für mich ein klarer Fall von Kauf/Verkauf auf deutschem Boden und keine innergemeinschaftliche Lieferung.
      Von meinen Tantiemen zahle ich also 7% USt. ans deutsche Finanzamt - dass wir von Amazon keine vernünftige Abrechnung bekommen, wissen wir schon. Umgekehrt hat Amazon auch keine Rechnung von uns, kann also keine Vorsteuer geltend machen. Umsatzsteuerpflichtig bleiben wir für unsere Erlöse aber trotzdem. Oder sieht das jemand anders?
      Ich bin gespannt, ob Du mehr Informationen bekommst.

      LG,
      Barbara

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    2. Kann nicht sein. Du bekommst nur eine Provision und verkaufst kein Buch. Die müssen 7% abführen. Du nicht! das Problem ist aber, ob man die Einnahme unter §4 Nr. 8 oder Nr. 5 verbucht. Ich hab es daher neutral unter steuerfreie Provisionserlöse gebucht. An der Steuer ändert es nichts, also ist es keine Hinterziehung, sondern nur ein mögliches Problem auf dem Formular. Aber ein wenig Spaß sollen die beim Amt ja auch haben. ;)

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  17. Danke für Deine hilfreichen Tipps!
    Zur Ergänzung Umsatzsteuer für Kleinunternehmer:
    http://dejure.org/gesetze/UStG/19.html
    Wer unter 17500 Euro Umsatz im Jahr bleibt, kann selbst entscheiden, ob er beim Finanzamt eine Umsatzsteuer-Nummer beantragt oder nicht.

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  18. "Ein Preis über 8,99 ist nicht zu empfehlen, da Amazon darüber nur 35% auszahlt (statt 70% bei Preisen von 2,99 bis 8,99)"

    Das war eine wichtige Info für mich, herzlichen Dank dafür.
    Werde demnächst ein Buch (320 Seiten) veröffentlichen, welches zurzeit über BOD publiziert ist. Leider sind die Tantiemen zu gering. Vorteilhaft ist allerdings, dass die Hardcover und bw und color-Seiten gemischt anbieten.
    Nun das Buch kostet im Handel 33,95 und wird demnächst bei CS so um die 24 kosten.
    Für ein ebook natürlich viel zu teuer, selbst wenn ich 25% reduziere. 8,99 € (um die 70% zu bekommen) allerdings wieder viel zu billig.
    Die Idee ist, das ebook in zwei Teilen herauszubringen.
    Ist dagegen etwas einzuwenden?

    Noch eine Frage. Ich gehe davon aus, dass das ebook mit Farbabbildungen produziert werden kann, korrekt?
    Kann man Sound integrieren (in Form von mp3)?

    Vielen Dank für die Hilfe.

    Grüße

    Antomi

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    1. eBooks lassen sich jederzeit mit Farbabbildungen veröffentlichen. Auf eInk-Geräten werden sie in Schwarzweiß, auf Tablets in Farbe angezeigt.

      MP3 lassen sich laut den Vorgaben des ePub-Konsortiums einbinden. Bei den Dateiformaten ePub 3 und Amazons KF 8 sollte das klappen, pinzipiell. Die Frage ist, ob alle Lesegeräte sie wiedergeben können.
      Nichts ist frustrierender für einen Kunden als ein beworbenes Feature, das auf seinem Gerät nicht läuft. Ich kann nur raten: Leute mit verschiedenen Geräten suchen und testen.

      Es spricht gerade bei Sach- oder Fachbüchern nichts dagegen, sie eventuell auch aufzuteilen. Vielleicht lassen sich auch Schwerpunkte für die Teile im Titel hervorheben, damit die Aufteilung für den Leser nachvollziehbar ist.

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  19. Bin so gut in Create space vorangekommen, will auch eBook veröffentlichen und scheitere jetzt am Account Settings/Royalty Payment Profile.Was muss man da wo eintragen?
    Vielen Dank und viele Grüße
    Andreas

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    1. Ich hatte bisher mit CreateSpace nicht so viel zu tun, von daher gibt es sicher andere, die besser bewandert sind.

      Account Settings: sollte selbsterklärend sein. Dort kommen Daten wie Adresse, Mailadresse, etc. rein.

      Royalty Payment Information:
      * Payment Type: Direct Deposit (ansonsten gibt's Schecks)
      * Bank Account Country: European Union
      * IBAN und Swift bei der Bank erfragen bzw. im Online-Banking im Konto nachsehen
      * Bank Account Type: Checking
      * Tax Informations muss man angeben, wenn man die Taschenbücher auch in den USA verkaufen will. Dafür muss man sich eine Steuernummer von US-Finanzamt holen. Ich habe die USA als Verkaufsgebiet ausgeklammert, damit musste ich keine TIN beantragen.

      Die anderen beiden Bereichen müssen ausgefüllt werden, man man über CreateSpace direkt mehrere Exemplare ordert.

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  20. Trotzdem Danke dafür. hat mir schon weitergeholfen. Dafür habe ich aber auch noch mal drei doofe Fragen bei den eBooks.
    1. Wie ist es hier mit dem Verkauf in Amerika? Es macht wenig Sinn, das weiß ich, da ich auf deutsch veröffentliche. Aber die eBooks bei amzon kpd werden hier scheinbar automatisch mitangeboten. habe mein eBook gerade auch auf amazon.com gefunden. Ist das okay oder laufe ich da in die Steuerfalle.
    2. Ich habe mit 9,90 Dollar den Preis bereichnet, habe aber nicht bedacht, dass ja in Amerika auch noch Steuern aufgerechnet weden. bedeutet das jetzt, dass ich aud amazon.com nur 35% bekomme, da der Preis dort jetzt ja über 10 Dollar geklettert ist?
    3. Wo kommt beim eBook das Impressum hin? wie in der Druckversion am Anfang oder ganz am Ende, damit es das Layout nicht stört?
    Vielen Dank für deine Mühe!
    LG Andreas

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    1. Rollen wir das mal von hinten auf.
      3) Es gibt keine Vorgabe für die Positionierung des Impressums. Es muss nur eines vorhanden sein. Platziert man es vorne, kostet es bei der Leseprobe z.B. auf Amazon Platz, andererseits erhalten die Leser Infos über einen. Das muss man abwägen.
      2) Es zählt der Preis, den man in KDP angibt. Da steht für die 70% "Muss zwischen $2,99 und $9,99 liegen".
      1) Seit gut zwei Monaten bietet Amazon die Auszahlung von US-Verkäufen auch per Banküberweisung in Euro an. Das ist steuerrechtlich kein Akt mehr. Die Einlösung von US$-Schecks wie früher war da deutlich aufwändiger zu verbuchen.

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  21. DANKE!!! VG Andreas

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  22. Herzlichen Dank für die tolle Info. Wenn man diesen Kleinkram liest versteht man, warum es in den USA Microsoft, Apple und eine ebook-Revolution gibt, wähtrend wir uns mir der richtigen Zeile in der verhassten Umsatzsteuererklärung beschäftigen, seufz ... Unternehmerrealität in Deutschland, Henriette

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  23. Hallo und danke für die wertvollen Infos. Bist du inzwischen vielleicht ein Stückchen weitergekommen, was Createspace und die Umsatzsteuer betrifft?
    Ich bin für jeden Hinweis dankbar! :-)
    LG
    Roxann

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    1. Ich halte mich aus CreateSpace inzwischen selbst weitestgehend raus. Aber ich haue mal Matthias Matting von der Selfpublisherbibel an, ob der etwas dazu posten kann. :)

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  24. Hallo zusammen,

    gibt es mittlerweile neue Erkenntnisse zur Umsatzsteuer-Thematik von Createspace?


    Grüße

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  25. Moin,
    ich schlage mich eben genau mit dem Problem herum. Kannst Du mir sagen, ob das immer noch so gilt oder ob sich da was verändert hat?
    Gruß´
    Wolfram

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    1. Mein Kenntnisstand ist, dass keine Umsatzsteuer anfällt, unabhängig davon, ob das Geld von CS aus den USA oder von Amazon EU kommt.
      Dazu müsste ich aber eine Abrechnung von CS sehen.

      Ich finde auch tatsächlich keinen Artikel, das das erklärend behandelt.

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