Dienstag, 3. Februar 2015

Wenn Kindle Unlimited zur Zuflucht wird

Ende Januar habe ich die Zahlen meines Vertriebs für das 4. Quartal 2014 erhalten.
Während sie insgesamt sehr gut aussahen, habe ich bewusst auch auf die einzelnen Titel geschaut - und da sieht das Bild dann etwas differenzierter aus.

Meine Science-Fiction-Romane verkaufen sich in den anderen Shops schlechter als bei Amazon, aber sie verkaufen sich.

Anders hingegen sieht es bei meinem kleinen Krimi "Endstation Bronx" und meinem alten eBook-Projekt "Talon" aus. Sie haben sich im letzten Quartal in allen ePub-Shops null bzw. ein Mal verkauft.

Das ist nicht viel.

Da das in den Quartalen davor nicht viel anders war, stelle ich mir natürlich die Frage, warum ich sie in den ePub-Shops belassen sollte? Nur um des Prinzips willen, in möglichst allen Shops vertreten zu sein? Das sollte sich zumindest in irgendeiner Form auszahlen. Was es nicht tut.

Also habe ich sie letzte Woche aus diesen Shops abgezogen und biete sie zukünftig exklusiv bei Amazon an. Das heißt, ich habe sie heute in KDP Select und damit auch in Kindle Unlimited angemeldet , der eBook-Flatrate von Amazon.

Verkaufen sich dadurch dann mehr?
Davon gehe ich nicht aus. Und ums Verkaufen geht es auch nicht. Sondern ums Ausleihen.
Ich spekuliere dabei nicht einmal darauf, dass ich durch meinen 99-Cent-Krimi mehr Umsatz durch die Ausleiherstattung mache. Sondern darauf, dass beide eBooks überhaupt ausgeliehen werden. Und ich überhaupt Umsätze damit generiere. (Viel weniger als in den ePub-Shops kann es ja nicht werden ...).
Da sich beide Titel auch auf Amazon nicht übermäßig gut verkaufen, kannibalisiere ich damit auch meine Einnahmen bei ihnen nicht.

Ob sich Amazon das so vorgestellt hat, dass KU als betreutes Wohnen für verkaufsschwache eBooks dienen kann? Ich denke mal nicht. Aber ich nehme, was ich kriegen kann ...

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